Umbau statt Neubau

Vom Ganzen zum Einzelmodul. Von der Blickrichtung, von der Akkustik eine Herausforderung. Dieser Raum, ein Traum.

Ein Raum in der Form einer Banane. In der Mitte 8 m, an den Seiten 2,8 m hoch. Ungünstiger Blickwinkel und Schallverteilung.

Freie Sicht auf die Leinwand, auch von den Seitenflügeln, die noch dazu eine niedrigere Raumhöhe haben. Um dies zu erreichen, bedurfte es einer Reihe von Blickwinkelberechnungen. Jeder sollte die Präsentation mitverfolgen können, unabhängig seiner Sitzposition.

In den Seitenflügeln dienen zusätzliche herausklappbare Displays, auf denen die Präsentationen auch mitverfolgt werden können, als Unterstützung. Damit auch das Publikum in den ersten Sitzreihen die Vorträge ohne Genickstarre anschauen kann, wird der Neigungswinkel des Bildes verändert. Lens-Shift heißt hier das Zauberwort.

Beamer und Ersatzbeamer befinden sich in einem Schallschutzgehäuse und sind deshalb nicht hörbar. Bei einem Defekt wird automatisch auf den zweiten Beamer umgeleitet.

Zu einem guten Bild gehört auch ein guter Ton. Angesichts der speziellen Raumarchitektur kommen hier Decken-, Säulen- und Basslautsprecher zum Einsatz. Diese müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein, um eine gute Verständlichkeit zu gewährleisten.

Technische Hilfsmittel vom Feinsten gibt es auch für die Vortragenden. So hat jeder Redner einen drucksensitiven Vorschaumonitor vor sich, der jeden Laserpointer überflüssig macht. Tasten dienen zum einfachen Vor- und Zurückspringen bei Präsentationen und ein Monitorlautsprecher vermittelt das gesprochene Wort.

Aus einem Raum werden drei Räume. Die Seitenflügel können bei Bedarf durch eine Trennwand abgesperrt und als Besprechungsräume geführt und in punkto Beschallung und Visualisierung autonom angesteuert werden.

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